Unsere Kriterien
im Überblick.
In acht Themenfeldern prüfen wir, wie gut ein Gebäude auf die Mobilität und Logistik ausgerichtet ist. Diese Kriterien sind jeweils auf die Schwerpunkte angepasst.
Büro / Gewerbe
Gebäude
Die Kriterien und Fragen beziehen sich auf Gebäude und kleinere Cluster bzw. kleineres Campi. Ziel dieses Systemes ist die Definition von relevanten Fragen auf einer strategischen Ebene und der Anleitung zu baulichen Details.
Die folgende Seite ist eine Auflistung der Kriterien – für die Anwendung bei der Bewertung haben wir eine nutzerfreundliche Software entwickelt, die allen Fellows und Kund:innen zur Verfügung steht. Hierin sind auch weitere Erläuterungen und konrekte Planungshinweise enthalten.
A.
Gehen & Rollen
Das Gehen ist immer noch der am stärksten unterschätzte Mode einer nachhaltigen Stadt-, Quartiers- und Gebäudeentwicklung. Konzepte wie die 15-Minuten-Stadt rücken diesen elementaren Mode wieder in den Fokus. Darüber hinaus gibt es eine stärkere Sensibilisierung für Gesundheit in der Mobilität und eine Raumplanung für alle.
Die Kriterien beziehen sich auf Aspekte für Fußgänger:innen sowie in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen. Es wird der Bereich von Grundstücksgrenze bis zu Mieteinheit bewertet – hierzu gehören der Freiraum auf dem Grundstück sowie die Erschließungsflächen im Inneren des Gebäudes.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude sind hervorragend für das Gehen und Rollen erschlossen, barrierefrei und an fußläufigen Desire Lanes ausgerichtet. Sie vermeiden Angsträume und sind für alle Nutzenden optimiert.
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Werden die Mindestanforderungen an die Barrierefreiheit erfüllt?
Beurteilt wird, ob Personen im Rollstuhl die Mieteinheit / das Büro ohne Stufen erreichen können. Relevant für die Sichtprüfung sind die Zonen bis zum Bürozugang. Die Kriterien sind angelehnt an die Mindestanforderungen der DIN EN 18040-1.
Die Rampen in den Eingangsbereichen sind gleichwertig zu Treppen und haben eine Steigung von max. 6%
Mechanisch selbständig öffnende Eingangstüren und Verkehrswege mit Breiten von mind. 1,5 m
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Werden die Mindestanforderungen an die Barrierefreiheit erfüllt?
Es wird bewertet, ob die Zugänge zum Gebäude (auf dem Grundstück) ausreichend breit sind. Grundlage für die Beurteilung sind die Mindestbreiten für Gehwege nach FGSV RASt 06. Bei größeren Vorhaben kann die Kapazität der Zugänge auch mit den Qualitätsstufen des FGSV HBS (QSV) beurteilt werden.
Bewertung der Breite (unter 1,5 bis über 2m)
Wie gut ist die Gestaltung der Zuwegungen auf Fußgänger:innen bzw. den People Flow ausgerichtet?Es wird bewertet, welche Rolle die Themen People Flow, die Direktheit der Wegebeziehungen oder das Zufußgehen bei der Adressbildung des Entwurfes spielen. Hoch bewertet werden Zugänge, die mit der Gestaltung die Desire-Lines von Fußgänger:innen aufnehmen oder durch Sichtbezüge eine gute Orientierung ermöglichen. Gering bewertet werden Zugänge, die bspw. nur über einen Pkw-Parkplatz zu erreichen sind oder Umwege produzieren.
Ausrichtung des Einganges auf fußläufige Desire-Line bzw. Wegekette
Automatisch öffnende Tür bzw. keine Tür
Angsträume: Vermeidung von Abbiegungen und Engstellen
Wegeleitsystem: Nachvollziehbarkeit
des Weges für Fußgänger:innen
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Wird die aktive Mobilität durch die Infrastruktur unterstützt?Bewertet wird, ob Angebote oder Impulse für aktive Mobilität erfolgen (z.B. die Anordnung von Treppen vor dem Aufzug, spielerische Maßnahmen, Nudges). Fokus ist die besondere Inszenierung des Gehens und / oder des Radfahrens.
Wie gut wird die aktive Mobilität unterstützt?Bewertet wird, wie das Projekt die Gesundheit konkret u.a. durch Bewegungsangebote fördert.
Architektonisch inszenierte Lage von Treppen u.a. durch Sichtbarkeit, Ein- und Ausblicke, Gestaltung der Wände
Lage von Treppen vor Aufzügen bzw. Rollsteigen und Rolltreppen
Nudging: Förderung des Gehens im Gebäude u.a. durch Sound-Installationen, Zählstellen
Wegeleitsystem: Nachvollziehbarkeit
des Weges für Fußgäner:innen
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Wird die aktive Mobilität durch die Infrastruktur unterstützt?
Sind die Belange von allen Menschen mit Einschränkungen / Behinderungen berücksichtigt?
Bewertet wird die gleichwertige Zuwegung für alle Nutzungsgruppen. Bewertungshinweis: Unter gleichwertig verstehen wir, dass keine Umwege entstehen (bspw. ein Eingang für Menschen im Rollstuhl an der Rückseite des Gebäudes).
Berücksichtigung Gehbeeinträchtigung: u.a. gleichwertige Zuwegung für Rollstuhlfahrende ohne Umwege
Berücksichtigung Sehbeeinträchtigung: u.a. Blindenleitsysteme, hohe Kontraste in der Materialität
Berücksichtigung von Lernbeeinträchtigungen: u.a. leichte Sprache, Verwendung von Piktogrammen
Berücksichtigung von Sprachbarrieren: u.a. mehrsprachige Leitsysteme Verwendung von Piktogrammen
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Gibt es für Gehen und Rollen besonders herausragende Maßnahmen?
Bewertet werden besonders innovative Maßnahmen, mit denen die Qualität und Wertschätzung der aktiven Mobilität adressiert werden.
B.
Fahrrad
Von allen Verkehrsträgern kann das Fahrrad die Mobilitätswendeziele am schnellsten und mit den geringsten Kosten realisieren. Die Wohlfahrtsgewinne einer starken Fahrradkultur und entsprechender Infrastrukturen sind immens. Nutzer:innen von Gebäuden erwarten eine gute User Experience für das Radfahren – die Standards in diesem Bereich werden kontinuierlich steigen.
Geprüft werden Aspekte der Zuwegung und Erreichbarkeit des Fahrradparkens und die Qualität von Fahrradstellplätzen (inkl. ergänzender Service-Angebote). Es wird beim Fahrradparken in vier relevante Nutzungen unterteilt: Parken für Mitarbeitende (Langzeit), Parken für Besuchende / Gäste (Kurzzeit), Anforderungen für E-Bikes und Cargo-Bikes.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude sind im Hinblick auf eine gute Fahrrad-Experience optimiert. Das betrifft Infrastrukturen und ein breit gefächertes Set an Services entlang der gesamten User Journey.
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Quantität — Gibt es ausreichend Fahrradstellplätze für Langzeitparkende? (max. 1,4 Pkt.)
Es wird bewertet, ob die Fahrradabstellplätze für Mitarbeitende bzw. das Parken für mehr als 4 Stunden ausreichend und gut gestaltet sind. Diese können im UG oder mit Zugangsbarrieren ausgestattet sein. Die Referenzwerte ergeben sich aus der Berechnungsgrundlage mit dem Zielwert für den Modal Split aus dem Briefing.
Beurteilung auf Basis der Prognostizierte Nachfrage aus Lastenheft (mind. Erfüllung Anforderung Stellplatzsatzung)
Qualität — Wie gut ist der Raum für die Fahrradabstellplätze gestaltet? (max. 10 Pkt)Bewertet wird die Nutzbarkeit aus Sicht der Nutzenden sowie die Erfüllung der Qualitätsansprüche des ADFC (DIN 79008 für stationäre Fahrradparksysteme).
Abstellanlagen konform mit der DIN 79008: u.a. Achsabstand Hoch-Tief-Stellung mind 0,5m
Überdachung: mind. 60% der Langzeit-Fahrradabstellplätze sind überdacht hergestellt bzw. geplant
Zielgruppe und Komfort: mind. 20% der Fahrradabstellplätze als ebenerdige Bügel
Gestaltung: Der Raum ist u.a. durch Farbe ansprechend gestaltet
Beleuchtung: Abstellanlagen sind zu jeder Tageszeit ausreichend hell beleuchtet
Sicherheit: u.a. Kameraüberwachung oder Begrenzung des Nutzendenkreises durch Zugangskontrolle
Lage — Wo liegt das Fahrradparken und welche Form der Überbrückung von Höhendifferenzen wurde gewählt?(max. 1,4 Pkt.)
Es wird bewertet, welche Form der Zuwegung es zum Fahrradparken im Gebäude gibt (z.B. Nutzbarkeit, Gestaltung, Auffindbarkeit und Komfortmerkmale). Basis der Bewertung sind Regelwerke der FGSV und insbesondere die Perspektive der Nutzer:innen.
Beurteilung der Zuwegungen nach ihrem Nutzerkomfort – von Rampe mit Pkw im Mischverkehr und
über 10% Neigung, über Aufzüge bis zu Rampe mit 6-10% Neigung oder ebenerdiger Lage
Zuwegung — Wie gut ist die Zuwegung zum Fahrradparken? (max. 10 Pkt.)
Bewertet wird der Hauptzugang für das Fahrrad — von der öffentlichen Straße bis zum Fahrradparken. Sofern mehrere Zugänge vorhanden sind, gilt es diese in der Gesamtheit zu beurteilen. Es wird bewertet, wie gut der Weg nutzbar ist.
Breite für Begegnung zweier Fahrräder
Bodenbelag: ist angenehm zu befahren u.a. Asphalt, geschliffenes Pflaster
Witterungsschutz: Überdachung an Zufahrt oder vor Fahrradparken vorhanden
Kurze Wege: das Fahrradparken ist nah am Straßenraum gelegen oder kann angefahren werden
Abbiegungen: direkter Weg mit weniger als zwei bis drei Abbiegungen oder mind. ausreichend Platz an Abbiegungen
Komfort: automatisch öffnende Türen oder mechanische Unterstützung
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Gibt es ausreichend Fahrradstellplätze für Gäste? (max. 1,2 Pkt.)
Bewertet wird die Anzahl der Fahrradabstellplätze für Gäste. Die Referenzwerte ergeben sich aus dem Lastenheft.
Wie gut ist die Planung des Fahrradparkens für Gäste? (max. 10 Pkt.)Bewertet wird die Qualität des Fahrradparkens für Gäste. Relevant für die Beurteilung ist v.a. die Qualität der Bügel und die Lage in Bezug auf die Zuwegung zu den relevanten Eingängen.
Abstellanlagen konform mit der DIN 79008: u.a. Achsabstand Bügel mind. 1m
Lage: unmittelbar am Hauptzugang zum Gebäude (bis max. 50m Entfernung)
Auffindbarkeit: gute Sichtbarkeit bzw. intuitive Lage
Belichtung: Ausreichende Belichtung in den Abendstunden
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Gibt es ausreichend Lademöglichkeiten für E-Bikes? (max. 1,2 Pkt)
Bewertet wird die Menge der Lademöglichkeiten für E-Bikes. Bewertungshinweis: Als anrechenbare Lademöglichkeiten werden Ladeplätze oder Schuko-Stecker in geeigneter Position gesehen. Die Referenzwerte leiten sich aus dem „Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz“ ab.
Wie gut ist das Parken und Laden von E-Bike?(max. 10 Pkt.)Es zeichnet sich ab, dass sich immer mehr E-Bikes mit fest verbauten Akkus im Markt etablieren. Daher sind Maßnahmen wie Akku-Ladeschränke in Zukunft nicht mehr zielführend.
Abstellanlagen konform mit der DIN 79008: u.a. Achsabstand Bügel mind. 1m
Lademöglichkeiten: u.a. Schukosteckerleiste am Bügel oder in direkter Nähe zum Fahrrad
Leichte Auffindbarkeit: Sichtbarkeit bzw. Kontinuität der Lage
Markierung:Auszeichnung durch Farbe oder Signage
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Gibt es ausreichend Stellplätze für Sonderfahrräder bzw. Lastenfahrräder?(max. 1,2 Pkt)
Bewertet wird die Flächen oder Anzahl an Abstellplätzen für Sonderfahrräder. Hierzu gehören u.a. Fahrradanhänger, Lastenfahrräder und Fahrräder mit Kindersitz.
Wie gut ist das Parken für Sonderfahrräder bzw. Lastenfahrräder?(max. 10 Pkt.)Bewertet wird die Qualität der Stellplätze und die Qualität der Zuwegung.
Abstellanlagen konform mit der DIN 79008: u.a. Achsabstand Bügel mind. 1m
Lademöglichkeiten: u.a. Schukosteckerleiste am Bügel oder in direkter Nähe zum Fahrrad
Lage: geringe Distanz zum Eingang
Hohe Qualität der Zuwegung: u.a. Aufstellflächen vor Türen, Kurvenradien
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Wie umfangreich sind Rad-Services?(max. 10 Pkt)
Beurteilt werden die Anwesenheit von Reparatur-Einrichtungen, der Umfang der Angebote sowie ihre Auffindbarkeit.
Luftpumpe
Reparatur-Station mit Werkzeug
Markierung undbesondere Gestaltung
Ersatzteilautomat u.a. mit Schläuchen
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Wie viele Duschen, Umkleiden und Schließfächer gibt es für Radfahrende? (max. 1,2 Pkt)
Bewertet wird das Vorhandensein von Duschen, Umkleiden und Schließfächern — unabhängig von der Lage (z.B. UG oder in den OG).
Anzahl der Duschen und Splinte gemäß Zielsetzung
Wie gut sind die Duschen / Umkleiden gestaltet? (max. 10 Pkt)Beurteilung der Qualität anhand von Planunterlagen oder Begehung.
Gender- und Diversity-sensitive Duschen
Berücksichtigung der sozialen Sicherheit und Vermeidung von Angsträumen
ausreichend Flächen für ein umfassendes
FM / Maintenance vohandenÄsthetische Qualität / besondere Gestaltung der Duschen
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
C.
ÖPNV
Die ÖPNV-Anbindung von Immobilien ist in der Regel vorgegeben. Dennoch können Entwicklungsgesellschaften hier aktiv werden, indem sie klug mit den örtlichen ÖPNV-Betreibergesellschaften kooperieren und deren Angebote nutzen.
Die Kriterien beziehen sich insbesondere auf Projekte ohne sehr gute ÖV-Erschließung. In Projekten im Lage-Index A entfällt die Bewertung dieses Prüffeldes, da bereits eine sehr gute ÖV-Erschließung vorliegt.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude sind Teil des Gesamtquartiers. Sie sind über Desire Lanes in Richtung des ÖPNV ausgerichtet und haben eine gut gestaltete Letzte Meile.
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Ist das Projekt auf die ÖV-Stationen im Umfeld ausgerichtet? (max. 10 Pkt.)
Es wird bewertet, ob die Zugänge zum Gebäude auf relevante ÖV-Stationen ausgerichtet sind. Ziel ist es, Umwege für ÖV-Nutzer:innen zu vermeiden. Sollten externe Faktoren eine Zuwegung nicht ermöglichen, wird die Optimierung im Umfeld in der Frage C2 behandelt.
Ausrichtung der Architektur: u.a. Lage der Zugänge, Sichtbeziehungen, Vermeidung von Umwegen für Nutzer:innen des ÖV
Ausrichtung des Freiraums: u.a. Vermeidung von Umwegen für Nutzer:innen des ÖV, Gleichwertigkeit der Wege)
Qualität — Wie gut ist der Raum für die Fahrradabstellplätze gestaltet? (max. 10 Pkt)Bewertet wird die Nutzbarkeit aus Sicht der Nutzenden sowie die Erfüllung der Qualitätsansprüche des ADFC (DIN 79008 für stationäre Fahrradparksysteme).
Abstellanlagen konform mit der DIN 79008: u.a. Achsabstand Hoch-Tief-Stellung mind 0,5m
Überdachung: mind. 60% der Langzeit-Fahrradabstellplätze sind überdacht hergestellt bzw. geplant
Zielgruppe und Komfort: mind. 20% der Fahrradabstellplätze als ebenerdige Bügel
Gestaltung: Der Raum ist u.a. durch Farbe ansprechend gestaltet
Beleuchtung: Abstellanlagen sind zu jeder Tageszeit ausreichend hell beleuchtet
Sicherheit: u.a. Kameraüberwachung oder Begrenzung des Nutzendenkreises durch Zugangskontrolle
Lage — Wo liegt das Fahrradparken und welche Form der Überbrückung von Höhendifferenzen wurde gewählt?(max. 1,4 Pkt.)
Es wird bewertet, welche Form der Zuwegung es zum Fahrradparken im Gebäude gibt (z.B. Nutzbarkeit, Gestaltung, Auffindbarkeit und Komfortmerkmale). Basis der Bewertung sind Regelwerke der FGSV und insbesondere die Perspektive der Nutzer:innen.
Beurteilung der Zuwegungen nach ihrem Nutzerkomfort – von Rampe mit Pkw im Mischverkehr und
über 10% Neigung, über Aufzüge bis zu Rampe mit 6-10% Neigung oder ebenerdiger Lage
Zuwegung — Wie gut ist die Zuwegung zum Fahrradparken? (max. 10 Pkt.)
Bewertet wird der Hauptzugang für das Fahrrad — von der öffentlichen Straße bis zum Fahrradparken. Sofern mehrere Zugänge vorhanden sind, gilt es diese in der Gesamtheit zu beurteilen. Es wird bewertet, wie gut der Weg nutzbar ist.
Breite für Begegnung zweier Fahrräder
Bodenbelag: ist angenehm zu befahren u.a. Asphalt, geschliffenes Pflaster
Witterungsschutz: Überdachung an Zufahrt oder vor Fahrradparken vorhanden
Kurze Wege: das Fahrradparken ist nah am Straßenraum gelegen oder kann angefahren werden
Abbiegungen: direkter Weg mit weniger als zwei bis drei Abbiegungen oder mind. ausreichend Platz an Abbiegungen
Komfort: automatisch öffnende Türen oder mechanische Unterstützung
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Welche Maßnahmen werden zur verbesserten Anbindung geplant? (max. 10 Pkt.)
Bewertet wird, wie gut die ausgewählten Maßnahmen für das Nutzungsszenario am Gebäude passen. Diese sollen über ein vorliegendes Konzept oder durch den Fellow bewertet werden.
Nachvollziehbarkeit der Konzeption: u.a. Vorlage einer Herleitung der Maßnahme; Bewertung der Passgenauigkeit
Verständlichkeit durch Nutzer:innen: u.a. Direktheit einer Wegeverbindung; Klarheit der Information
Dimensionierung: u.a. Vorlage einer Berechnung für das Angebot; Berücksichtigung aller Nutzer:innen
Gestaltung und Komfort: u.a. Lärmschutz, Begrünung eines Weges, Überdachung
einer Shuttle Haltestelle
Hierzu können die folgenden Maßnahmen gehören:
Mobilitätsstation am Projektstandort und am ÖV-Knoten (u.a. mit E-Scooter, Leihfahrrädern)
MaaS-Strategie für die Überbrückung der letzten Meile am Projekt
Shuttle-Angebot und Drop-Off-Zonen für dieses Angebot
Neuer oder umgelegter Haltepunkt zur besseren Anbindung an den ÖV (wird nicht in den Lage-Index eingerechnet, wenn dieser durch das Projekt ausgelöst worden ist)
Wie sind die Maßnahmen im Umfeld verankert? (max. 1,2 Pkt.)Es wird bewertet, wie gut die Maßnahmen strategisch oder planerisch verankert sind.
Einfache Ausformulierung: u.a. strategische oder räumliche Skizze
Vorliegende Planung: u.a. Darstellung oder Untersuchung durch eine:n Planer:in
Mit den relevanten Beteiligten besprochene und gesicherte Option: u.a. über ein Protokoll: Absichtserklärung; Letter of Intent
Vertragliche Sicherung: öffentlich rechtlicher Vertrag; Grundstückskauf; Kooperationsvertrag
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
D.
Pkw
Das eigene Auto ist Ausgangspunkt der kommunalen Stadtentwicklungs- und Verkehrswende-Debatten. Dabei wissen wir, dass auch künftig das Auto — nicht nur für mobilitätseingeschränkte Personen — eine Rolle im kommunalen Verkehrssystem spielen wird.
Dieses Kapitel beschreibt Kriterien zum Themenfeld Pkw (u.a. Anzahl der Pkw-Stellplätze, die Elektrifizierung und Anpassungsfähigkeit der Infrastruktur, Vergabe und Management der Stellplätze).
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude haben eine gute Nutzerfreundlichkeit für Alle und verringern langfristig den MIV gemäß der lokalen Mobilitätswendeziele.
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Entspricht die Anzahl der KfZ-Stellplätze den Bedarfen?
Bewertet wird die Anzahl der geplanten Stellplätze. Basis ist der lokale Verkehrswende-Zielwert für den Modal Split des MIV. Dies gilt jedoch nicht für Berlin — normalerweise ist der Zielwert Modal Split kleiner als der Wert, den die Satzung vorgibt. Im Fall von Berlin muss eine Abminderung der Stellplätze qualitativ geschätzt werden.
Anzahl Stellplätze im Verhältnis zu den Stellplatzsatzungen, kommunalen Zielsetzungen und prognostizierten Bedarfen
Qualität — Wie gut sind die Kfz-Stellplätze geplant?Bewertet wird die Qualität der Pkw-Stellplätze. Bewertungshinweis: Neben der Anzahl der Stellplätze wird auch die Nutzbarkeit der Stellplatzanlage bewertet. Sollte die Sichtprüfung zu einem Ergebnis unter 5 Punkten kommen, wird eine detaillierte Überprüfung / Optimierung durch ein Fachgutachten empfohlen.
Neigung Rampe: max. 15% gemäß FGSV EAR
Breite Rampe und Fahrwege: 6,5m gemäß FGSV EAR
Abmessung Stellplätze: min. 2,5m (gemäß FGSV EAR 06) bis 2,65m (gemäß FGSV EAR 23)
Klarheit der Wegeführung / Orientierung: u.a. wenig Abbiegungen und Sackgassen
Vermeidung Angsträume: Einsehbarkeit durch Sichtachsen und / oder verglaste Türen
Vermeidung Angsträume: durch helle sowie freundliche Gestaltung und Beleuchtung
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Welche Maßnahmen werden zur verbesserten Anbindung geplant?
Bewertet wird, wie gut die ausgewählten Maßnahmen für das Nutzungsszenario am Gebäude passen. Diese sollen über ein vorliegendes Konzept oder durch den Fellow bewertet werden.
Nachvollziehbarkeit der Konzeption: u.a. Vorlage einer Herleitung der Maßnahme; Bewertung der Passgenauigkeit
Verständlichkeit durch Nutzer:innen: u.a. Direktheit einer Wegeverbindung; Klarheit der Information
Dimensionierung: u.a. Vorlage einer Berechnung für das Angebot; Berücksichtigung aller Nutzer:innen
Gestaltung und Komfort: u.a. Lärmschutz, Begrünung eines Weges, Überdachung
einer Shuttle Haltestelle
Hierzu können die folgenden Maßnahmen gehören:
Mobilitätsstation am Projektstandort und am ÖV-Knoten (u.a. mit E-Scooter, Leihfahrrädern)
MaaS-Strategie für die Überbrückung der letzten Meile am Projekt
Shuttle-Angebot und Drop-Off-Zonen für dieses Angebot
Neuer oder umgelegter Haltepunkt zur besseren Anbindung an den ÖV (wird nicht in den Lage-Index eingerechnet, wenn dieser durch das Projekt ausgelöst worden ist)
Wie sind die Maßnahmen im Umfeld verankert?Es wird bewertet, wie gut die Maßnahmen strategisch oder planerisch verankert sind.
Einfache Ausformulierung: u.a. strategische oder räumliche Skizze
Vorliegende Planung: u.a. Darstellung oder Untersuchung durch eine:n Planer:in
Mit den relevanten Beteiligten besprochene und gesicherte Option: u.a. über ein Protokoll: Absichtserklärung; Letter of Intent
Vertragliche Sicherung: öffentlich rechtlicher Vertrag; Grundstückskauf; Kooperationsvertrag
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Wie umfangreich sollen die Stellplätze elektrifiziert werden?
Bewertet wird die Ausstattung der Stellplätze mit E-Ladeinfrastruktur und Vorrichtungen für eine spätere Nachrüstung. Mit Blick auf die technische Entwicklung der Fahrzeuge ist in einem Hochlauf-Szenario keine Ausstattung von 100 % der Stellplätze mit Ladeinfrastruktur erforderlich.
Mind. ein Ladepunkt und Vorrüstung von mind. 33% der Stpl. (gemäß GEIG)
Mind. 15% mit Ladepunkt und Vorrüstung von mind. 50% der Stpl.
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Ist eine nachträgliche Nutzungsänderung der Stellplätze möglich?
Bewertet wird die Anpassbarkeit des Gebäudes für Nachnutzungen. Dies ist relevant, um eine langfristige Verwertung der Flächen an zukünftige Bedarfe zu ermöglichen. Relevant für die Prüfung sind u.a. die Stützenraster, Raumhöhen sowie leicht zu erweiternde Flächen. Punkte werden für die folgenden Aspekte gegeben:
Autonomes Fahren / Parken: (nachträglicher) Einbau von Drop-Off-Zonen für autonomes Parken möglich
Kfz-Stpl. zu Fahrradparken: Umbau bzw. sinnvolle Zuwegung möglich
Umbau zu anderer Nutzung: u.a. Server Farm (Belüftung, Rettungswege) möglich
Langfristiger Umbau zu Büro / Wohnen: u.a. durch Berücksichtigung einer lichten Höhe über 2,5m der Parkebenen, Fluchtwege für Aufenthaltsnutzung, Brandschutzklasse F90,
ausreichende Belichtung im Grundriss, Rückbaumöglichkeit der InfrastrukturRückbau: u.a. durch kreislaufoffene Konstruktion / "Cradle to Cradle"
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
E.
Sharing
Quartiere und Gebäude sind ideale Punkte für geteilte Mobilität. Menschen mit hohem lokalen und sozialen Identifikationspotenzial kommen zusammen und teilen sich Fahrzeuge. Über gute Planung und Vereinbarungen können Entwicklungsgesellschaften die spätere Nutzung positiv beeinflussen.
Zu den Kriterien gehören u.a. die Bereitstellung von Flächen für Carsharing, die Umsetzung von multi-modalen Mobilitätsstationen auf dem Grundstück oder die Förderung von Mobilitätsstationen im Umfeld. Die Verbindlichkeit der geplanten Umsetzung ist für die Bewertung für Vor-Zertifizierungen relevant.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude bieten geteilte Mobilität an und fördern eine stadtverträgliche Mobilitätskultur.
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Gibt es eine Analyse und Strategie, wie sich das Gebäude zum Thema Sharing im Umfeld von 400m verhält?
Bewertet wird, ob sich die Entwicklungsgesellschaft konzeptionell mit Sharing-Angeboten im direkten Umfeld auseinandergesetzt hat. Bewertungshinweis: Hierzu gehören u.a. Sharing-Stationen, Austausch mit Anbietern, Wahrscheinlichkeit der Ansammlung von E-Scootern.
Analyse Mikro-Mobilität und Stationen: Vorlage eines prüfbaren Dokumentes bzw. Screenshots von digitalen Karten
Analyse Carsharing: Vorlage eines prüfbaren Dokuments bzw. Screenshots von Websites möglicher Anbieter
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Wie gut ist die Station / der Hub gestaltet?
Es wird bewertet, wie umfangreich das Angebot an der Sharing-Station werden und wie diese gestaltet werden soll. Zu den Angeboten zählen u.a. Rückgabeflächen für E-Scooter, Sharing-Bikes, Carsharing-Stellplätze oder eine Reparatur- oder Paketstation. Darüber hinaus wird bewertet, wie die Umsetzung bzw. Gestaltung der Sharing-Station geplant ist.
Angebotesbreite – mehr als 3 unterschiedliche Angebote: ; u.a. Carsharing, Rückgabeflächen für E-Scooter, Paketstation
Gute Platzierung: Fokus liegt auf der Sichtbarkeit bzw. der intuitiven Lage innerhalb der täglichen Wegekette der Nutzer:innen
Anschlussfähigkeit der Angebote: u.a. durch weitere Stationen in der Stadt bzw. Kooperation mit bestehenden Anbietern
Gestaltung: u.a. durch eine sichtbare Bodenmarkierung oder wiedererkennbare Beschilderung bzw. Wegeleitung
Wie gut ist die Umsetzung der Mobilitätsstation verankert?Bewertet wird, wie gut die Maßnahmen strategisch oder planerisch verankert sind. Ziel ist es, eine möglichst hohe Verbindlichkeit für eine spätere Realisierung zu erreichen (z.B. über eine Eigenverpflichtung / LOI).
Einfache Ausformulierung: u.a. strategische oder räumliche Skizze
Vorliegende Planung: u.a. Darstellung oder Untersuchung durch eine:n Planer:in
Mit den relevanten Beteiligten besprochene und gesicherte Option: u.a. über ein Protokoll: Absichtserklärung; Letter of Intent
Vertragliche Sicherung: öffentlich rechtlicher Vertrag; Grundstückskauf; Kooperationsvertrag
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Wie gut ist die Carsharing-Station gestaltet?
Es wird die Qualität des geplanten Angebots und der Carsharing-Station bewertet.
Umweltfreundliche Antriebstechnologien: u.a. Wasserstoff, E-Fahrzeuge inkl. LIS
Gute Platzierung: Sichtbarkeit des Standortes bzw. gute Beschilderung
Technische Ausstattung: W-LAN, Repeater, ausreichend Flächen für Technik bzw. FM
Zielgruppe: zugänglich für mind. 80% aller Nutzer:innen im Projekt oder öffentlich
Wie gut ist die Umsetzung des Carsharing verankert?
Bewertet wird, wie gut die Maßnahmen strategisch oder planerisch verankert sind. Ziel ist es, eine möglichst hohe Verbindlichkeit für eine spätere Realisierung zu erreichen (z.B. über eine Eigenverpflichtung / LOI).
Einfache Ausformulierung: u.a. strategische oder räumliche Skizze
Vorliegende Planung: u.a. Darstellung oder Untersuchung durch eine:n Planer:in
Mit den relevanten Beteiligten besprochene und gesicherte Option: u.a. über ein Protokoll: Absichtserklärung; Letter of Intent
Vertragliche Sicherung: öffentlich rechtlicher Vertrag; Grundstückskauf; Kooperationsvertrag
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
F.
Logistik
Die Organisation von Logistik zum bzw. am Gebäude ist ein wichtiger Bestandteil der Mobilität. Lieferungen nehmen zu und werden komplexer. Das Ziel ist es, die gesamte Breite der Logistik quartiersverträglich zu organisieren.
In diesem Themenfeld beschreiben wir Maßnahmen wie Anlieferungszonen oder Anlieferungspositionen, Paketstationen, Berücksichtigung von Flächen für die Anlieferung mit Cargo-Fahrrädern.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude sind mit Blick auf die Anforderungen einer smarten Citylogistik optimiert – vom Cargobike bis zu großen Transportfahrzeugen.
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Gibt es eine Analyse und Strategie, wie sich das Gebäude zum Thema Anlieferung im Umfeld verhält?
Bewertet wird, ob sich die Entwicklungsgesellschaft konzeptionell mit Anlieferungsoptionen im direkten Umfeld auseinandergesetzt hat.
Analyse Ver- und Entsorgung: Vorlage eines prüfbaren Dokumentes zu Umfang der Lieferfahrten und / oder Entsorgungsmengen am Standort
Analyse KEP / Ladezone: u.a. Bilder von bestehenden Ladezonen oder Plandarstellung; Screenshots von Websites möglicher Anbieter:innen
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Wie gut ist die Gestaltung / Planung der Ladezonen?
Es wird bewertet, ob die Anlieferzone bzw. die umgebende Freiraumgestaltung eine gute Logistiknutzung ermöglicht. Bewertungshinweis: Sollte eine passende Platzierung bzw. Gestaltung nicht möglich sein, kann dies vermerkt und entsprechend in der Beurteilung berücksichtigt werden.
Nähe zu Zugängen: u.a. Lage von weniger als 50m Abstand zu Zugang zu Anlieferung ODER gut auffindbare Zugänge zum Innenhof
Vermeidung von Konflikten mit anderen Modes: u.a. durch gut einsehbare Gehwegüberfahrten oder bewusste Abstände von rückwärts anfahrbarer Laderampe bei Orten mit hoher fußläufiger Frequenz
Beschilderung und Parkraummanagement: u.a. Ausschilderung der Ladezone oder eine Begrenzung der Standzeit durch Beschilderung oder eine digitales Curb Side Management für die Anlieferpositionen
Glatte Bodenbeläge: u.a. Eignung zum lärmarmen Befahren mit Mikro-Carrieren wie “Trolleys”, “Gitterboxen” oder “Ameisen”
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Gibt es ein Angebot für die Paketannahme?
Es wird bewertet, wie gut die Paketannahme/-übergabe nutzbar und erreichbar ist. Sollte eine passende Platzierung bzw. Gestaltung nicht möglich sein, kann dies vermerkt und entsprechend in der Beurteilung berücksichtigt werden.
Paketstation oder Paketboxen für mind. einen Anbieter (besser anbieteroffen) mit empfohlener (+/- 0,5 m) Länge
Annahme der Pakete durch Empfangspersonal ohne separate Ablagemöglichkeit
Nähe des Angebotes zu einer Liefer- oder Ladezone (ca. 50 m)
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Gibt es Kurzzeitparkflächen für Lieferverkehre Rad / Mikromobility?
Bewertet wird, ob Flächen für die Fahrradanlieferung geplant sind (z.B. vor Büro-Zugängen, Restaurants). Bewertungshinweis: Hierzu gehören u.a. Abstellflächen für Lastenfahrräder, Wartezonen für Lieferant:innen.
Nähe zu Zugängen: u.a. Lage von weniger als 50m Abstand zu Zugang
Beschilderung: u.a. Bodenmarkierung oder Hinweisschilder für die Abstellfächen
Services für Lieferdienste: u.a. Warteflächen oder Sitzgelegenheiten mit Witterungsschutz oder Toiletten für Fahrer:innen
Glatte Bodenbeläge: u.a. Eignung zum Befahren für Fahrräder oder Lastenfahrräder bis zu den Zugängen
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
G.
Mobilitäts-Management
Mobilität von Nutzer:innen von Immobilien kann gemanagt werden. Schon bei der Suche nach künftigen Mieter:innen und/oder Nutzer:innen startet das Mobilitätsmanagement: Von Absichtserklärungen bis hin zu konkreten Maßnahmen können Entwicklungsgesellschaften und künftige Nutzer:innen die Verkehrswendeziele aktiv unterstützen.
Während der Planungsphase (Vor-Zertifikat) stehen zum Teil noch keine Mieter fest. Daher kann zu dem frühen Zeitpunkt die Umsetzung von Management-Maßnahmen noch nicht abschließend beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund werden gebäudeseitige Maßnahmen und Absichtserklärungen bewertet.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude sind smart gemanagt. Sie entwickeln Lösungen in diesem Innovationsfeld über ein lernendes Facility Management.
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Gibt es eine Analyse oder Strategie zum Thema Mobilitäts-Management?
Bewertet wird, ob sich die Entwicklungsgesellschaft konzeptionell mit dem Thema Mobilitäts-Management und entsprechenden Angeboten auseinandergesetzt hat. Hierzu gehört u.a. die Abfrage bestehender Angebote der zukünftigen Mieter:innen oder die Auseinandersetzung mit Wegeleitsystemen.
Mobilitätsstrategie: Vorlage eines prüfbaren Dokumentes zu möglichen Maßnahmen am Projektstandort oder für das gesamte Unternehmen
Green-Lease-Verträge: Bestätigung, dass sich die Projektentwicklung mit Optionen von strikten Vorgaben oder "Bemühensklauseln" in Mietverträgen beschäftigt hat
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Welche Informationen sollen im Projekt angebracht werden?
Bewertet wird, welche Mobilitäts-Informationen geplant sind oder umgesetzt werden.
Wegeleitsystem: u.a. Aufnahme von Informationen zu ÖPNV Stationen oder anderen Mobilitätsangeboten in ein Wegeleitsystem oder Signaletik-Konzept
Abfahrtsmonitore: Abfahrts- oder Mobilitäts-Informations-Monitore in den Eingangsbereichen (u.a. Widgets mit Informationen zur nächsten Abfahrt des ÖV)
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Wie umfangreich ist oder wird das Mobilitäts-Management sein?
Bewertet wird der Umfang der geplanten Maßnahmen. Hierzu gehören u.a.:
Umweltfreundliche Antriebstechnologien für Flottenfahrzeuge: u.a. Wasserstoff, E-Fahrzeuge inkl. LIS
Flexible Arbeitszeiten: Ermöglichung insb. flexibler Arbeitszeitbeginn
Ermöglichung von Home-Office
Wohnen in Arbeitsplatznähe: u.a. Unterstützung bei der Suche oder Anbieten von eigenen Wohnungsangeboten
Bike-Leasing: u.a. Business-Bike oder JobRad
Mobilitäts-Budget für Mitarbeitende
Betriebliche Incentivierungsprogramme: u.a. On-Boarding, Teilnahme an Rankings
Abieten von Services: u.a. Fahrradreinigung, Handtuch-Service
Wie gut ist die Umsetzung der Maßnahmen mit den zukünftigen Mieter:innen verankert?Es wird bewertet, wie gut die Maßnahmen verankert sind. Ziel ist es, eine möglichst hohe Verbindlichkeit für eine spätere Realisierung zu erreichen (z.B. über eine Eigenverpflichtung / LOI).
Ausformulierung in einem Mobilitätskonzept
Mit den relevanten Beteiligten besprochene und gesicherte Option: u.a. über ein Protokoll: Absichtserklärung; Letter of Intent
Vertragliche Sicherung:
u.a. via Mietvertrag oder gemeinsame Absichtserklärung
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.
H.
Strategie und Prozess
Bis heute ist der Mobilitätsfußabdruck der meisten Gebäude und Quartiere unbekannt. Daten werden auf dieser städtebaulichen Körnung kaum erhoben oder sind veraltet. Wir optimieren den Mobilitätsfußabdruck von Gebäuden und messen das Mobilitätsverhalten von Nutzer:innen im Rahmen des Zertifizierungsprozesses.
Dieses Kapitel beschreibt Kriterien zum Themenfeld Strategie. Die Vor-Zertifizierung erhöht die Verbindlichkeit für die Entwicklungsgesellschaft ggü. den zentralen Stakeholdern. Hierbei werden insbesondere Abstimmungen und Einbindungen der Stadtgesellschaft bzw. Nachbarschaft bewertet, die über die verpflichtenden Elemente im Planungsprozess hinaus gehen.
Good-Mobility-zertifizierte Gebäude geben bezogen auf kommunale Mobilitätsziele verbindliche Zusagen und geben Auskunft über den Mobilitätsfußabdruck der Nutzer:innen.
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Gibt es eine Beteiligung der Politik, der Stadtgesellschaft oder eine Orientierung an lokalen Maßnahmen?
Bewertet wird, wie bestehende Konzeptionen, relevante kommunale Dienststellen oder die Zivilgesellschaft eingebunden werden. Hier geht es um Abstimmungsverfahren, die über die verbindlichen Kontakte hinaus gehen (u.a. TÖB Beteiligung oder Baugenehmigungsverfahren). Ein Nachweis kann durch einen Screenshot einer Recherche, der Bestätigung im LOI oder über ein Protokoll eines Treffens erfolgen.
Abstimmungsgespräche zu Herausforderungen der Mobilität am Standort mit den zuständigen Dienststellen
Maßnahmen im Umfeld: Nachweis der Auseinandersetzung mit kurz- und langfristigen Planungen im Umfeld
Verkehrsuntersuchung: Vorlage eines (vorabgestimmten) Gutachtens zu den verkehrlichen Herausforderungen
Kommunikationsformate: u.a. mit der Nachbarschaft durch analoge oder online Verfahren
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Werden die Zielwerte für die Mobilität der Kommune im Projekt berücksichtigt oder werden die Zielwerte mit der Kommune abgestimmt?
Bewertet wird, ob und in welchem Umfang die kommunalen Ziele eingehalten werden. Sofern keine Ziele für die Kommune vorhanden sind, gilt es für das Projekt individuelle Ziele zu vereinbaren. Basis hierfür bilden das {" ":"Dekarbonisierungs-Szenario"," ":{"root":{"children":[{"id":"cl-0","type":"Line","style":"Paragraph","children":[{"text":"Das Wuppertal Institut empfiehlt folgende Modal Sprlit-Werte für 2035 in Ihrem Dekarbonisierungs-Szenario des Wuppertal Institutes.
keine Mobilitätswende: Das Projekt erreicht weder die Zielwerte des Wuppertal-Institutes, noch die der kommunalen Politik
Dekarbonisierungs-Szenario: Es werden mind. die Zielwerte für die Mobilitätswende gemäß Wuppertal-Institut eingehalten
Mobilitätswende stadtweit: Es werden die Zielwerte für die stadtweite Mobilitätswende angestrebt (vgl. Briefing)
Mobilitätswende lokal: Es werden die Zielwerte für die lokale Mobilitätswende angestrebt (vgl. Briefing)
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Wie sollen die getroffenen Maßnahmen und Zielwerte evaluiert werden?
Bewertet wird, wie die Evaluation methodisch geplant ist. Es sind mehrere Formen und Methoden der Evaluation denkbar. Zur Erhöhung der Validität wird die Kombination von mind. zwei Methoden empfohlen.
Einmalige digitale Umfrage: Befragung der Mitarbeitenden mit einer Rücklaufquote von rund 10% der Mitarbeitenden
Erhebung Parkraum: Erhebung der Ein- und Ausfahrten sowie Auslastung des Parkraumes im Objekt
Verkehrserhebung: Zählung der Verkehre aus dem Projekt an 1 bis 3 Tagen (insb. Dienstag und Donnerstag)
Regelmäßige Evaluation: Erhebung des Modal Splits und Zufriedenheit mit Mobilität am Objekt
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Gibt es für das Themenfeld besonders herausragende Maßnahmen?
max. +10% des Ergebnis im ThemenfeldAuch wenn Maßnahmen bereits oben bewertet wurden, können Bonus-Punkte vergeben werden, wenn die Maßnahmen besonders herausstechen.